Lasermarkierung auf Tesa: Konfigurationen und Parameter für die kontinuierliche Produktion

Die Lasermarkierung auf Tesa erfordert eine gleichbleibende Qualität sowie eine hohe Produktionsgeschwindigkeit bei der Markierung. Entdecken Sie unsere Lösungen

Die Rollmarkierung (Tesa) stellt in der Laserindustrie eine besondere technische Herausforderung dar: Wie kann man eine gleichbleibende Qualität und Produktionsgeschwindigkeit aufrechterhalten, wenn das Substrat ständig in Bewegung ist? Branchen wie die Automobilindustrie benötigen Lösungen, die mikrometrische Präzision mit hohem Durchsatz kombinieren, oft auf empfindlichen Materialien wie Polymerfolien oder mehrschichtigen Laminaten.

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Das Problem ist nicht nur technischer, sondern auch wirtschaftlicher Natur. Herkömmliche Linien erfordern Stopps für das Be- und Entladen, was die Gesamteffizienz um 25-30% verringert. Kontinuierliche Beschriftungssysteme eliminieren diese Ausfallzeiten, führen aber komplexe Variablen ein: Materialspannungsmanagement, dynamische Brennweitensteuerung, Synchronisation zwischen Substratbewegung und Laserscanning.

So funktioniert das Lasermarkieren auf Tesa

Das Grundprinzip kombiniert ein kontrolliertes Materialschleppsystem mit einem galvanometrischen Kopf, der die Bewegung des Substrats während der Markierung ausgleicht. Im Gegensatz zu statischen Systemen muss der Laser hier dem sich bewegenden Material “folgen” und dabei den optimalen Fokus und die Schreibgeschwindigkeit beibehalten.

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Die typische Konfiguration umfasst eine Abwickelvorrichtung mit Spannungskontrolle, eine Markierungsstation mit pneumatischer Folienfixierung und ein synchronisiertes Wickel- oder Schneidesystem. Die Transportgeschwindigkeit variiert in der Regel zwischen 50-150 mm/s, während der Laser mit für das jeweilige Material optimierten Wiederholraten arbeitet.

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Der entscheidende Aspekt ist die Synchronisation: Drehgeber messen kontinuierlich die Position des Materials und übermitteln die Daten an den Galvo-Controller, der die Scangeschwindigkeit in Echtzeit anpasst. Dieses System, das so genannte Marking-on-the-fly, sorgt für eine Markierungsqualität, die mit der auf stationärem Material identisch ist.

Das Fokusmanagement ist eine weitere wichtige Variable. Dünne Filme neigen dazu, während des Transports zu schwanken, was zu Schwankungen im Fokusabstand führt. Moderne Systeme verfügen über Laser-Distanzsensoren, die diese Schwankungen automatisch ausgleichen und eine konstante Leistungsdichte auf der Oberfläche des Materials aufrechterhalten.

Betriebsparameter und Systemkonfigurationen

Die Laserleistung muss unter Berücksichtigung der Transportgeschwindigkeit des Materials kalibriert werden. Für Standard-Polymerfolien sind Leistungen zwischen 10-30 W bei Transportgeschwindigkeiten von bis zu 100 mm/s ausreichend. Der entscheidende Parameter ist die Laserleistung (Energie pro Flächeneinheit), die unabhängig von der Prozessgeschwindigkeit konstant bleiben muss.

Die Wiederholfrequenz des Lasers (in der Regel 10-50 kHz) wird mit der Transportgeschwindigkeit synchronisiert, um eine optimale Pulsüberlappung zu gewährleisten. Zu niedrige Frequenzen führen zu unterbrochenen Markierungen, während zu hohe Frequenzen eine lokale Überhitzung der Folie verursachen können.

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Die Kontrolle der Materialspannung erfordert eine Präzision in der Größenordnung eines Newtons. Eine unzureichende Spannung verursacht Wellen, die die Schärfe beeinträchtigen, während eine übermäßige Spannung empfindliche Filme beschädigen kann. Professionelle Systeme verwenden pneumatische Tänzerrollen, die die Spannung konstant halten, indem sie Geschwindigkeitsschwankungen ausgleichen.

Die Breite des Markierungsfeldes hängt von der verwendeten galvanometrischen Optik ab. Objektive mit einer Brennweite von 160 mm bieten Arbeitsbereiche bis zu 110×110 mm, was für die meisten Anwendungen ausreichend ist. Für größere Formate werden Konfigurationen mit mehreren Stationen und sequentieller Markierung verwendet.

Gemeinsame Herausforderungen und technische Lösungen

Die Qualität der Aufwicklung des Rollenmaterials beeinflusst die Qualität der Markierung erheblich. Rollen mit ungleichmäßiger Wickelspannung erzeugen Schwankungen in der Ebenheit, die zu Fokusfehlern führen. Die Lösung ist die Vorkonditionierung des Materials durch Entspannungsstationen.

Dampfbildung während der Tesa-Markierung kann zu Kondensation auf der Optik führen und die Strahlqualität verschlechtern. Lokale Absaug- und Querluftstromsysteme halten den optischen Pfad sauber. Der Luftstrom muss so kalibriert werden, dass er die Ebenheit des Films nicht beeinträchtigt.

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Das Management von Anfangs- und Endabfall ist oft ein versteckter Kostenfaktor. Intelligente Systeme minimieren diesen Abfall durch vorausschauende Algorithmen, die die Markierungsreihenfolge je nach Teilegeometrie und Rollenbreite optimieren.

Vergleich mit alternativen Technologien

Tintenstrahldruck bietet höhere Geschwindigkeiten, hat aber Einschränkungen bei der Haltbarkeit und Auflösung. Tinten können sich mit der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit verschlechtern, während Lasermarkierungen über einen längeren Zeitraum stabil sind. Die Laserauflösung (bis zu 1000 DPI) übertrifft die von Standard-Industriedruckern deutlich.

Thermodrucksysteme erfordern Verbrauchsmaterial (Farbbänder) und haben Einschränkungen bei den kompatiblen Materialien. Bei der Laserbeschriftung entfallen die wiederkehrenden Betriebskosten und es kann eine größere Bandbreite an Substraten verarbeitet werden, von Polyimiden bis hin zu dünnen Metallen.

Der industrielle Siebdruck bietet zwar Vorteile bei großen Stückzahlen mit einfachen Geometrien, kann aber bei der Flexibilität nicht mithalten. Produktänderungen, die im Siebdruck Stunden dauern, können mit Lasersystemen in Minuten erledigt werden, indem einfach eine neue Markierungsdatei geladen wird.

Kontaktmarkierung (Stanzen, Prägen) bietet extreme Haltbarkeit, ist aber auf einfache geometrische Formen beschränkt und erfordert für jede Anwendung spezielle Werkzeuge. Laser bietet völlige Flexibilität bei gleichbleibender Qualität für komplexe Geometrien.

Überlegungen zur Implementierung

Die Wahl zwischen verschiedenen Konfigurationen hängt von dem erwarteten Produktionsvolumen und der Vielfalt der zu verarbeitenden Materialien ab. Bei einem Produktionsvolumen von weniger als 10.000 Stück/Tag bieten halbautomatische Systeme mit manueller Rollenbestückung den besten Kompromiss zwischen Kosten und Leistung. Höhere Volumen rechtfertigen eine vollständige Automatisierung mit automatischem Rollenwechsel.

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